Ein Rückblick auf 2 Jahre bloggen zu den Themen Leichter Lernen, LRS, Legasthenie und Rechenschwäche

Warum sind mir die  Themen Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS, Legasthenie, Rechenschwäche, Dyskalkulie und Lernen mit Freude wichtig? Warum habe ich überhaupt angefangen zu bloggen?

Wenn ich auf 2 Jahre bloggen zurückblicke, gab es Höhen und Tiefen. Neben dem mühsamen Technik-Gedöns, gab es auch einige AHA-Momente, viel Kurioses und Lustiges.

Ich wusste im Sommer 2019 einfach nur: Ich möchte bloggen. Die ganze Technik war mir aber total fremd. Ich hatte keinen Kurs, keine Hilfe, niemanden, der mich an die Hand nahm, aber tausend Ideen und Themen, über die ich bloggen wollte.

Heute ist so ziemlich auf den Tag genau der Tag im August 2019, an welchem mein erster Blogpost geboren wurde. Die Stunde Null meines Blogs. Übrigens, mein erster Blogpost war ursprünglich ein Gastartikel in einem fremden Blog und wurde schon im Mai 2019 veröffentlicht. Resonanz darauf? Null! Hätte ich da nicht alles hinschmeißen müssen?

Ein anstrengender Start

Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen allerersten Blogpost zum Thema Zahlenverständnis und Zählen. Mensch, war ich überfordert. Irgendwie versuchte ich mir mit YouTube Videos die Grundlagen beizubringen. Wie füge ich ein Bild ein, dass es bündig mit dem Text ist, wie wird ein Link in einem neuen Fenster geöffnet? Warum gibt es rechts und links überhaupt so viele Einstellungen? Ich will doch einfach nur bloggen.

SEO? Das war mir völlig fremd, ich bloggte über das, was mir wichtig war. Keyword Recherche habe ich erst Ende 2020 gelernt und das hat mir so einige AHA Effekte beschert, mir aber gleichzeitig gezeigt, sich von dem ganzen technischen Kram nicht abhalten zu lassen, weiterzubloggen.

Wie oft hätte ich am Anfang den PC an die Wand geschmissen, weil

  •  irgendeine Änderung wurde zum x-ten Mal nicht richtig gespeichert
  • ich hatte mehrere Browserfenster auf einmal offen und die falsche Version gespeichert
  • die Bilder waren krumm und schief, nicht bündig, zu groß, zu klein und eigentlich unpassend
  • ich schrieb einen Satz 10x um und war immer noch nicht zufrieden
  • der angefangene Blogpost blieb viel zu lange im Entwurf — ich dachte immer, da „fehle noch was“

Warum ich trotzdem weitergemacht habe

Glaub mir, es war mühsam, aber wenn dann ein Blogpost online ging, war das ein Wahnsinnsgefühl. Ich habe etwas ganz Eigenes erschaffen und konnte endlich Eltern, Schüler und Lehrer erreichen, die überall in Deutschland waren und sogar in Europa. Dass man irgendwann meine Blogposts auch an einer deutschen Auslandsschule in China lesen würde, hätte ich anfangs nie gedacht.

Ich habe weitergemacht und bekam immer mehr Feedback, das trieb mich an. Ich bemerkte, dass auf einmal immer mehr Besucher auf meine Seite kamen, ein Wahnsinnsgefühl.

Bloggen macht unheimlich Spaß – es entsteht etwas Wunderbares

Es ist unglaublich, aber Bloggen ist inzwischen Teil meines Lebens, ich blogge gerne und wenn ich Zeit und Ruhe habe auch gerne mehr als einen Blogpost im Monat. Denn das war so der Rhythmus, den ich anfangs hatte. Ich habe meine Themen zu LRS, Legasthenie, Dyskalkulie und emotionale Stärkung von Schülern sorgfältig ausgesucht und auch nur darüber gebloggt. Persönliches hatte anfangs überhaupt keinen Platz. Ich war der Meinung, das gehöre hier nicht hin.

Im März 2021 dachte ich,  hey, warum nicht mal etwas Persönliches bloggen? Und so entstand mein erster persönlicher Blogartikel über unsere Mutter-Kind-Kur an der Ostsee und es war unglaublich, wie viele Leute ihn gelesen habe und wie viele wunderbare Kommentare ich erhalten habe.

Wie ich es geschafft habe gelassener zu werden

  • von SIE auf DU: seitdem ich meine Leser duze, bin ich irgendwie entspannter, es ist eine ganz andere Nähe entstanden
  • Wenn da mal ein Rechtschreibfehler ist oder auch 2, dann ist das so, ich bleibe gelassen
  • meine Themen suche ich danach aus, was mich beschäftigt und mir wichtig ist — ich renne keinem Trend hinterher
  • ich schau nicht mehr nach, ob es diesen Blogpost zur LRS oder Legasthenie schon gibt, denn das blockiert mich regelrecht beim Schreiben und ich möchte mein Ding machen und mich nicht mit anderen messen
  • Ich denke mir, jetzt drücke ich einfach auf den Button „veröffentlichen“ und bin stolz drauf
  • Persönliches zu verbloggen macht irre viel Spaß und baut Nähe zum Leser auf (ich hätte das nie gedacht), natürlich entscheide ich, wie viel Persönliches ich berichte
  • ich rede darüber, was ich geschrieben habe und bekomme positives Feedback — das wiederum animiert mich, noch mehr zu bloggen

Ich empfehle jedem bloggt über das, was euch antreibt, wofür ihr steht, was euch wichtig ist und der Rest kommt von alleine. Auch wenn mal ein Blogpost seltener gelesen wird, dann ist das so, das kann sich auch wieder ändern.

5 Dinge, die ich nicht hätte machen sollen

  • Perfektionismus: Ich glaubte oft, dass ein Blogpost „perfekt“ sein muss, bevor ich ihn veröffentlichen kann
  • Persönliches zu bloggen: dagegen sträubte ich mich lange,  hätte ich doch mal früher damit angefangen
  • Plan: Ich dachte, ich müsse jeden Blogpost vorher immer ewig lange planen, manchmal sollte man mehr auf sein Bauchgefühl hören
  • Papier: erst auf ein Blatt Papier schreiben und dann in WordPress verbloggen war doppelte Arbeit
  • Private Kommentare: lange habe ich keine Kommentare auf meinem Blog zugelassen – ich möchte sie jetzt nicht mehr missen
  • Paracetamol: weil es jetzt so locker klappt, kann auch das letzte P weg.-)

Meine TOP 3 Blogposts

Hast du auch schon einen meiner Top3 Blogposts aus dem Jahr 2021 gelesen? Ansonsten schnell nachholen:-)   

Meine weiteren Pläne für 2021

Das Bloggen entspannt mich, was anfangs mühsam war, weil die Technik drumherum mich wahnsinnig gemacht hat, ist jetzt etwas, was ich zur Entspannung mache. Wer hätte das mal gedacht. Wie geht’s weiter? Welche Themen beschäftigen mich?

  • 12 von 12 wird natürlich fortgeführt (wer das nicht kennt, ich verblogge am 12. eines Monats mit 12 Bildern meinen Tag)
  • ich werde mich weiterhin für die Leseförderung einsetzen
  • wieviel unterschiedliche Förderung braucht ein Kind – eine kritische Reflektion
  • welche Möglichkeiten gibt es für Lerntherapeuten an Schulen
  • warum ich Schweden liebe
  • natürlich auch etwas zu LRS und Legasthenie: welche Lesespiele meine Favoriten sind
  • wie Mathe endlich Spaß machen kann
  • und vieles mehr

Blog Nummer 50 ist das Minimalziel, toll wäre natürlich auch Blog Nummer 60 in 2021 zu veröffentlichen. Vielleicht treffen wir uns auch in der Mitte-)

Ich habe über 40 wunderbare Blogposts veröffentlicht. Außerdem habe ich verschiedene Gastbeiträge geschrieben und Zeitungsinterviews gegeben. Im August ist jetzt druckfrisch in der Zeitschrift Grundschule ein Gastbeitrag von mir zum Thema „Neues wagen – Bildung neu denken“ veröffentlicht worden.

Mensch, wenn das kein Grund ist, einfach mal stolz zu sein und DANKE zu sagen. Danke auch an meine Töchter, die für einige meiner Fotos Modell gestanden haben. Ihr seid wunderbar.

Jetzt bist du dran!

Welche Themen wünschst du dir? Welche Fragen hast du? Oder bloggst du selbst und hast ähnliche oder ganz andere Erfahrungen gemacht?

Vielleicht hast du auch jetzt ein paar Anregungen bekommen und hast ein ähnliches Herzensthema.

Lass uns doch gerne vernetzen, ich freue mich auf dich. Susanne

 

 

 

 

6 Comments

  • Hut ab, liebe Sanne, dass du schon über 40 Blogposts geschrieben hast. Und Gratulation zu diesem schönen Jubiläum. Man merkt, dass du mit vollem Herzen dabei bist. Die Vorschau sieht super spannend aus. Ganz neugierig bin ich schon auf die Lesespiele und natürlich auf deinen Schweden-Post. Liebe Grüße

    • Vielen lieben Dank Monika, ich finde man muss die Feste feiern, wie sie kommen und das wollte ich in diesem Blogpost zum Ausdruck bringen. Ich freu mich, wenn du dich freust und bald gibt’s wieder Neues von mir. Lg Sanne

  • Hey liebe Sanne, danke für diesen tollen Einblick. Das motiviert mich ebenfalls. Du schreibst total sympathisch. Ich fühle mich beim Lesen, als würde ich dir gegenüber sitzen. Alles richtig gemacht! Du hast mich voll abgeholt.

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