Das bisschen Einmaleins, das kann doch nicht so schwer sein. Das sind Worte einer Lehrkraft, die weh tun, die verletzten und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten beim Rechnen lernen so stark demotivieren können, dass sie eine Mathematikangst entwickeln können und sich gar nichts mehr zutrauen.

Auch das Erlernen des Lesens und Schreibens stellt für einige Kinder eine immense Herausforderung dar. Unser Ziel sollte sein, alle Schüler mit Lernschwierigkeiten effektiv zu begleiten, ohne dass sie erst ärztliche Diagnosen vorlegen müssen.

Nicole Werner hat zu einer Blogparade aufgerufen „COOLE PROJEKTE Gemeinsam Großes bewirken“ – Projekte, die die Welt ein Stückchen besser machen. Zu diesen coolen Projekten gehört auch unbedingt das Engagement Lerntherapie in Schule dazu.

Blogparade Nicole Werner: Gemeinsam Großes bewegen

Präventive Förderung und aktuelle Herausforderungen

Es ist dringend notwendig, Schüler mit Lernschwierigkeiten frühzeitig zu fördern, angesichts der PISA- und IQB-Ergebnisse. Etwa ein Fünftel der Schüler erreicht nicht den Mindeststandard in Mathematik, und Ähnliches gilt für die Kompetenzen Lesen und Schreiben. Obwohl die Kultusministerkonferenz die Schulen in der Pflicht sieht, Lernschwierigkeiten frühzeitig zu erkennen, klafft eine deutliche Kluft zwischen dieser Empfehlung und der Realität.

Realitätslücke und frustrierende Konsequenzen

Die derzeitige Realität ist frustrierend für alle Beteiligten: Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Anstatt Schuldzuweisungen zu suchen, müssen wir gemeinsam geeignete Rahmenbedingungen schaffen, um das Potenzial der Schüler zu fördern. Insbesondere Lernschwierigkeiten wie LRS und Rechenschwäche befinden sich innerhalb des schulischen Umfelds in einer Art Vakuum. Sie fallen nicht in den sonderpädagogischen Bedarf bzw. zur inklusiven Bildung, aber der Regelunterricht ist auch oft nicht ausreichend, um die benötigten Kompetenzen aufzubauen. Viele Familien suchen außerschulisch Unterstützung, organisieren jedoch häufig privat Fördermaßnahmen, die nicht immer zielführend sind.

Spielerisch Mathe üben – Motivation fördern

Herausforderungen in der Bildungslandschaft

Mein Anliegen ist es, dass Schüler mit LRS und Rechenschwäche nicht ignoriert, sondern ihre Stärken erkannt und sie präventiv gefördert werden. Ohne fundierte Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen ist eine selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe unmöglich. Wir müssen mehr tun, um diese Schüler nicht zurückzulassen. Oft landen sie auf Schulformen, die ihren Begabungen nicht gerecht werden, weil man ihre Potenziale unterschätzt und Unterstützung zu spät einsetzt.

Lerntherapie ist wie ein Schlüssel, der nicht nur den Geist öffnet,

sondern auch das Herz inspiriert.

Von entscheidender Bedeutung ist es, die individuellen Herausforderungen der Schüler frühzeitig zu identifizieren. Standortbestimmungen und eine unterrichtsintegrierte Diagnose und Förderung sollten selbstverständlich sein. Doch aufgrund fehlender Ressourcen bleibt dies oft unrealisiert. Daher ist eine multiprofessionelle Zusammenarbeit unerlässlich, um Schüler mit vielfältigen Herausforderungen individuell zu unterstützen. Von inklusiver Bildung davon profitieren alle Schüler.

Stimme für Schüler, Sichtbarkeit für Lerntherapeuten

Titelthema Lerntherapie in Schule in der b&w der Mitgliederzeitschrift der GEW

Mein Engagement zielt darauf ab, Barrieren zu überwinden und Bildungswege zu erleichtern, insbesondere für Schüler mit LRS und Rechenschwäche. Ich möchte diesen Schülern eine Stimme geben und gleichzeitig Lerntherapeuten ermutigen, aktiv über ihre Arbeit zu sprechen. Zahlreiche beeindruckende Projekte von Lerntherapeuten an Schulen sind leider kaum bekannt.

Mit großem Einsatz blogge ich, suche den direkten Kontakt zu lokalen Politikern und vernetze mich mit Organisationen wie der GEW (Lerntherapie in Schule war in der Mitgliederzeitschrift sogar Titelthema, ab S.16) und dem Landeselternbeirat. Ich unterstütze das Engagement unserer Fachverbände und dem Kreisel e.V. und bringe Lerntherapeuten, die an Schulen arbeiten, zusammen. Für die Schüler, die unsere Unterstützung dringend benötigen.

Gemeinsam handeln für eine inklusive Bildung

Viele Schüler bekommen keine Förderung. Es liegt in unserer Verantwortung, das zu ändern. Wir können alle einen Beitrag leisten:

Lerntherapeuten: Sichtbarkeit schaffen: teilt eure Förderung an Schulen öffentlich. Du hast keine Website? Dann unterstütze ich gern, indem ich dein Praxisbeispiel in meinen Blogbeiträgen teile. Berichte von den Vorteilen, die Schulen haben, wenn sie mit Lerntherapeuten zusammenarbeiten. Denn wir unterstützen nicht nur die Schüler mit einer LRS und Rechenschwäche, sondern auch deren Eltern und die Lehrkräfte. Von inklusiver Bildung profitieren alle Schüler!

Eltern: Verbreitet Aufmerksamkeit: teilt meine Blogbeiträge und bringt das Thema an eurer Schule zur Sprache. In Baden-Württemberg ermöglicht das Corona-Aufholprogramm Rückenwind derzeit eine Förderung in Kleingruppen für Schüler mit LRS und Rechenschwäche. Leider ist dies noch zu wenig bekannt. Vernetzt euch über die Elternvertreter, um diese Informationen weiterzugeben.

Schulen: Austausch fördern: Sucht den Austausch mit Lerntherapeuten und bringt Wissen zu LRS und Rechenschwäche an eure Schule. Initiiert Kooperationen mit multiprofessionellen Teams durch Stiftungen oder Vereine, um die Unterstützung an Schulen zu intensivieren.

Politik: Rahmenbedingungen schaffen: Es bedarf dringend Rahmenbedingungen für multiprofessionelle Teams. Zudem ist es wichtig, Schulen mehr Entscheidungskompetenzen bei der Suche nach Fachkräften zu übertragen.

Ich wünsche mir, dass viele dieser wunderbaren Projekte mit Lerntherapeuten an verschiedenen Schulen in ganz Deutschland in die Welt getragen werden.

Lerntherapie ist eine Investition in die Zukunft, denn sie ermöglicht es Kindern, ihre Träume und Ziele zu erreichen.  

Danke Nicole für diese wunderbare Blogparade „Gemeinsam Großes bewirken – Blogparade für Projekte, die die Welt ein Stückchen besser machen“ und die tollen Projekte, die so eine Stimme bekommen.

Immer gut informiert

Wenn du nun große Lust bekommen hast, noch mehr über LRS, Rechenschwäche, inklusive Bildung und Lerntherapie in Schule erfahren möchtest, dann lade ich dich ganz herzlich ein, meinen Newsletter zu abonnieren. Denn dort erfährst du immer alles zuerst und du verpasst nichts!

Ja, ich freue mich drauf

 

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2 Comments

  • Liebe Susanne, das ist ein ganz großartiger Artikel geworden! Deine Begeisterung steckt an und die von dir angesprochene Vernetzung ist extrem wichtig. Je mehr darüber gesprochen wird und das Thema in die Öffentlichkeit kommt, desto eher werden sich Rahmenbedingungen ändern. Hier sind die vielen von dir gesammelten positiven Beispiele eine ganz wichtige Grundlage und große Hilfe für diejenigen, die in ihrer Region ebenfalls etwas ändern wollen. Vielen Dank für dein Engagement!

    • Danke liebe Sabine. Jeder kleine Schritt zählt und ich hoffe, dass ein wenig von meiner Begeisterung sich auch auf andere Lerntherapeuten überträgt. Denn gemeinsam können wir mehr bewegen.

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