Spielerisch lesen lernen? Du bekommst hier 9 Ideen für Brett- und Kartenspiele und da ist sicherlich auch eins für dein Kind dabei. Ich liebe Spielen! Du bestimmt auch, oder?

Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass es so viele tolle Spiele gibt, die viele aber gar nicht kennen oder nicht wissen, wann man sie einsetzen kann. Das möchte ich heute gerne ändern und dir 9 Spiele für die Leseförderung vorstellen. Diese Tipps sind für Schüler gedacht, die alle Buchstaben kennen, schon einzelne Wörter lesen können, aber einfach noch mehr Übung benötigen.

Diese Liste ergänze ich gerne mit weiteren Ideen, denn Spiele kann es einfach nie genug geben:-)

Jetzt lass ich dich aber nicht länger warten und stelle dir meine besten Spielideen vor.

Blitzlesen auf Wortebene

Je sicherer dein Kind auf Wortebene ist, desto besser lassen sich auch kürzere Sätze oder Texte lesen. Damit das Blitzlesen aber nicht langweilig ist, gibt es hier verschiedene Kartenspiele, die richtig Lust auf Lesen machen

  • DoppelMoppel: für 2-6 Spieler, 15 Minuten, gibt es in 3 Schwierigkeitsstufen: Werden 2 gleiche Wörter gelesen, ruft man Doppel  Moppel und darf die Karte behalten. Hier geht es um blitzschnelles Scannen aller Karten und das genaue Lesen der Wörter auf den jeweiligen Karten
Doppel Moppel – hier geht’s um Schnelligkeit
  • Tamtam: 2-4 Spieler, 10-15 Minuten, ab Kindergartenalter, Bildkarten werden zu Wortkarten zugeordnet, ähnlich wie Doppel Moppel, nur dass hier Bilder zu Wörtern zugeordnet werden
  • Üben der 100 häufigsten Wörter: Klingt vermutlich total langweilig, aber versuch mal Folgendes: Dein Kind liest die Wörter so schnell es kann vor, während du die Zeit stoppst. Danach liest dein Kind nochmal alle Wörter (oder einen Teil davon) und wird sich vermutlich ganz stark verbessern und hat das „Rennen gegen sich selbst“ gewonnen.  Die 100 häufigsten Wörter kannst du auch mit folgender Idee, gut üben: Snakes and ladders oder klassisch das Leiterspiel. Eine kostenlose Vorlage findest du hier. Gebe dort einfach die Wörter ein, die du mit deinem Kind oder deinem Schüler üben möchtest und los geht’s. Danke an Sabine Walker für diesen Tipp. Probiere es doch gerne mal aus. Google entweder „100 häufigste Wörter“ oder schau mal hier auf S. 42 und 43 (Grundwortschatz sichern –Kompetenzen im Rechtschreiben fördern vom Landesinstitut Berlin-Brandenburg).
Die 100 häufigsten Wörter
  • Wortgeschüttel: Die Karten von Wortgeschüttel zeigen Begriffe aus den Bereichen Tiere, Lebensmittel und Namen in zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Ein Kartensatz hat einfache zweisilbige Wörter, der andere schwierigere Nomen, Das Spiel kann als Memory oder Trio gespielt, da immer 3 Karten zusammengehören: Schüttelwort mit eng aneinander geschriebenen Buchstaben, Schüttelwort mit verteilten Buchstaben und normal geschriebenes Wort

Üben mit kurzen Texten

Wenn dein Kind schon etwas flüssiger liest und schon kurze Sätze und Texte lesen kann, dann habe ich folgende Ideen für dich, um spielerisch lesen zu lernen.

  • Dog Crimes oder Cat Crimes: Beide Spiele sind ähnlich aufgebaut. Es gilt das Rätsel zu lösen, wer von den Hunden oder Katzen mal wieder ein wenig Unsinn getrieben hat. Dabei müssen die kurzen Texte auch mehrfach gelesen werden, da man ein wenig knobeln muss und ausprobieren muss. Macht total viel Spaß und hat schon viele Lesemuffel zum Lesen motiviert
Hund oder Katze? Beide Spiele sind empfehlenswert
  • Das DINGS: gibt es zu verschiedenen Themen (Deutsch lernen, noch ein DINGS, Tiere). Es eignet sich auch für größere Gruppen. – Ein Spieler liest nach und nach die sechs Hinweissätze auf der Karte vor, die anderen versuchen, das versteckte Wort so schnell wie möglich zu erraten.
  • Die Leseratte: Das Spiel eignet sich für 1-4 Spieler. Die kurzen Texte sind nach der Mildenberger Silbenmethode farblich markiert. Die Spieler müssen gemeinsam verhindern, dass sich die Leseratte durch das Bücherregal frisst
  • Schubitrix: einfache Sätze oder Leseimpulse. Hier gilt es Wortgruppen (eine Oma ohne Brille) oder kurze Sätze (der Hund schläft) dem passenden Bild zuzuordnen. Das Spiel ist nach Dominoregeln aufgebaut. Die Karten werden aneinander gelegt, so dass zum Schluss entsteht eine Figur, damit wird eine Selbstkontrolle ermöglicht. Von Schubitrix gibt es weitere Spiele fürs Lesen.
  • Lachen, lachen: Das Spiel heißt wirklich so und ist einfach so klasse, weil es kein typisches Lese-Lern-Spiel ist, sondern sehr kurzweilig und bringt die ganze Familie zum Lachen. „Können Sie Skateboard fahren?“ „Nur wenn ich im Bus sitze.“ Das Frage- und Antwortspiel bietet 2700 mögliche Frage- und Antwortkombinationen und sorgt garantiert für gute Laune.
  • Think Kids Logik-Rätsel: 60 Aufgaben in 2 verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Das Kind liest alle Informationen zuerst genau. Die erlesenen Informationen trägt es dann in eine Lösungstabelle ein, so wird Schritt für Schritt das Rätsel gelöst. Das Spiel ist für einen Spieler gedacht (ab 8 Jahre)
Wumpel – Lesen üben mit Spaß
  • Wumpel: Das Spiel kombiniert Leseübungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen mit der Förderung von Leseaufmerksamkeit, visueller Wahrnehmung und Lesestrategien. Es gibt 288 Kärtchen mit Leseaufgaben auf Satzebene, man kann Wumpel-Taler gewinnen, wenn man das richtige Wumpel findet. Die Zeichnungen finde ich echt süß. Aufgrund des Preises ist es kein klassisches Mitbringsel, sondern eher etwas für die schulische oder lerntherapeutische Förderung (es gibt 2 Varianten, eine für ca. 20 Euro und eine für über 60 Euro), für die 1:1 Förderung ist die günstigere Variante ausreichend). Danke an Lerntherapeutin Ute Temel für diesen Spieltipp).

Wo steht das Kind im Leselernprozess?

Bei der Auswahl der hier vorgestellten Spiele ist es wichtig zu schauen, wo das Kind gerade beim Lesen lernen steht und ob es schon alle Buchstaben kann, damit erste Silben und Wörter lesen kann oder schon kleine Texte liest, aber noch mehr Übung benötigt. Konkrete Tipps habe ich hier zusammengestellt. Einige der vorgestellten Spiele üben das Lesen, ohne dass es das Kind bewusst merkt (z.B. Dog Crimes). Es wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein klassisches Lesespiel, auch das DINGS ist eher ein Rätselspaß als ein „jetzt üben wir mal wieder lesen“.

Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit

Auf ins Leseabenteuer

Jetzt bist du dran? Kennst du noch weitere Brett- oder Kartenspiele,  um spielerisch Lesen zu lernen und die ganze Familie Spaß dran hat? Dann kommentiere doch gerne hier unter diesem Blogartikel.

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