Einfach mal machen – es könnte ja gut werden ist mein Motto in 2022. Warum brauch ich überhaupt ein Motto? Und welches Motto hatte ich in 2021? Diese Fragen haben mich die letzten Tage intensiv beschäftigt.
Vor einem Jahr hätte ich nicht gedacht, dass mich ein Jahresmotto weiterbringt, dass ein Jahresmotto eine gute Idee wäre. Jetzt im Nachhinein sehe ich so viel klarer, was meine Ziele waren und werde daher das Jahr 2022 mit einem klaren Bekenntnis und einem ganz wunderbaren Motto starten.

Einfach mal machen – es könnte ja gut werden

Vom Mottomuffel zum Motto-Fan

In 2020 gab es definitiv noch kein Motto. Das Jahr hat mir gezeigt, extrem flexibel zu sein. Wer Schulkinder hat, weiß, dass von heute auf morgen Schulschließungen umgesetzt werden und jegliche Pläne erstmal auf Eis gelegt werden. Denn neben Homeschooling und dem eigenen Job trotzdem noch genügend Zeit für sich selbst zu haben, vielleicht sogar für Hobbys war fast unmöglich. Ständig musste improvisiert werden. Lohnt sich da überhaupt ein Motto? Bringt mich das Motto nicht eher in Schwierigkeiten, weil ich meine Ziele gar nicht umsetzen kann? Ich möchte gerne mein Motto leben und mich von meinem Motto tragen lassen. Da wir aber nicht mehr 2020, sondern 2022 haben, wage ich es einfach und lege diesmal von Anfang an mein Motto für 2022 fest.

Ab in die Sichtbarkeit in 2021 ….

Aber zurück ins Jahr 2021. Ein Jahr, was ohne Motto startete und trotzdem einen ganz großen Schwerpunkt hatte (der mir nur anfangs nicht so bewusst war). Das Jahresmotto hat sich Schritt für Schritt entwickelt. Im Nachhinein betrachtet, zog sich mein Motto wie ein roter Faden durch das ganze Jahr.

Ich hatte viele Anfragen von Gastbeiträgen erhalten, bin von verschiedenen Zeitungen interviewt worden und habe ab September gar nicht mehr aufgehört zu bloggen (wöchentlich hat mindestens ein Blogbeitrag das Licht der Welt erblickt und es hat total viel Spaß gemacht). Ich spüre, dass sich mit meiner Sichtbarkeit da draußen etwas bewegt, noch ist es ein laues Lüftchen, was Dinge in Bewegung setzt und weiterträgt. Ich möchte mehr bewirken und frischen Wind in die Welt tragen, damit sich starre (schulische) Strukturen lösen.

Ab in die Sichtbarkeit. Was bedeutet das konkret für mich im letzten Jahr?

  • Sichtbarkeit für meine Arbeit
  • mehr Bekanntheit für das Berufsbild Lerntherapeut
  • Sichtbarkeit für die Schüler, die unsere Unterstützung brauchen
  • Sensibilisierung im Umgang mit einer LRS oder Rechenschwäche
  • Interviews, um darauf aufmerksam zu machen, dass Schüler mit einer LRS oder Rechenschwäche nicht einfach faul sind
  • Veröffentlichung eines Ratgebers, um Eltern Tipps an die Hand zu geben und ihnen aufzuzeigen, dass sie mit den Lernschwierigkeiten der Kinder nicht alleine sind
  • eine Facebook Gruppe, die Eltern, Lehrern und Lerntherapeuten die Möglichkeit eines Austauschs bietet

Es ist im Nachhinein ganz wunderbar zu sehen, wie ich und auch viele andere Lerntherapeuten, mit denen ich mich vernetzt habe,  sichtbarer geworden sind.

Sichtbarkeit wird mich auch in 2022 begleiten, um weiterhin meine Ziele zu verfolgen

  • Wie kann Schule multiprofessionell ausgerichtet werden (jede Schule braucht einen Lerntherapeuten)
  • Warum es so wichtig ist, den Fokus auf die Stärken der Schüler zu setzen und die Schwächen zu akzeptieren
  • Schule neu zu denken und ungewöhnliche Wege zu gehen

…. zur Umsetzung in 2022 – einfach machen

In 2021 war ich zwar sichtbar, habe mich aber manchmal mit dem Umsetzen schwer getan. Wie sehr wollte ich meinen Onlinekurs „Gemeinsam lesen lernen“ launchen, aber irgendwas hat immer nicht gepasst, die Texte auf der Landingpage waren „unperfekt“, das Drehen von Videos war mühsam oder ich habe mich mit Kleinigkeiten stundenlang aufgehalten. Meine klare Bekenntnis für 2022: Einfach machen, es könnte ja gut werden!

Mein Motto 2022 – einfach machen!

Was „Einfach machen“ für mich konkret bedeutet

Mein Jahresmotto steht für mich für so vieles und soll aufzeigen, es kann leicht sein. Es soll leicht sein und ich verabschiede mich von dem Gedanken, immer alles perfekt machen zu müssen.

  • ich muss mich nicht mehr verstecken, denn ich bin Experte auf meinem Gebiet
  • von Kleinigkeiten, die noch nicht perfekt sind, lass ich mich nicht mehr ablenken
  • Fehler sind okay und bringen mich weiter
  • ich höre viel mehr auf mein Gefühl und weniger auf meinen Schreibcoach (ja, so einen hatte ich in 2021)
  • ich lass mich nicht in ein Korsett pressen, dass für andere vielleicht passt, mich aber einengt
  • ich starte meinen Podcast „Systemstärker“, vielleicht ist noch nicht alles perfekt, aber er ist dafür mit viel Herzblut entstanden
  • ich glaube an mich und fokussiere mich auf das Ergebnis
  • Technikgedöns, Hindernisse, aber auch Menschen, die nicht an mich glauben halten mich nicht auf – sie spornen mich an
  • ich werfe meine Zweifel über Bord und lege los
  • ich werde übers Jahr verteilt meine 25 km schwimmen, jede Bahn zählt und bringt mich weiter

Jeder kleine Schritt, jedes Projekt und jeder Blogbeitrag bringen mich voran. Mein Engagement bringt die Schüler mit Lernschwierigkeiten ein Stück voran und stärkt die Eltern. Am 14.1. werden unsere ersten beiden Folgen unseres Podcasts Systemstärker veröffentlicht. Das hätte ich vor einem Jahr nie gedacht. Danke an Jeannine. Auf ins Abenteuer 2022, ich freue mich drauf.

Das Jahr 2022 steht für ganz viel. Aber vor allem für:

Einfach mal machen, es könnte ja gut werden 

Hey und das wird es auch:-)

 

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